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Gipfel erklommen, Etappenziel erreicht – Abschlussfeier für die Gesundheitsberufe an der Berufsschule 2

130 Absolventen der Gesundheitsberufe an der Staatlichen Berufsschule II Landshut feierten diese Woche in Begleitung ihrer Familien, Ausbilder und Lehrkräfte im Rathausprunksaal den erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung. Die Religionspädagogin Katharina Müller verglich die Ausbildungszeit der medizinischen sowie zahnmedizinischen Fachangestellten und pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten mit einer Gipfelbesteigung. Anfänglich sei der Weg einfach zu bestreiten gewesen, später werde er auch mal steinig und schwer und bedürfe der Unterstützung von Wegbegleitern, Familie, Freunden und Ausbildern. Der erfolgreiche Abschluss stehe sinnbildlich für das erreichte Gipfelkreuz, das allerdings nur ein Etappenziel sein kann. Stellvertretende Schulleiterin Elisabeth Schmalz und Fachbetreuerin Gesundheit II, Elke Sterz, blickten auf die Projekte im vergangenen Schuljahr zurück. Schulleiterin Tanja Zeis zog eine Parallele zwischen Ausbildung und „Insta-Storys“. Manche Geschichten seien besonders schön, andere würde man am liebsten überspringen oder schneller abspielen. Gerade diese unterschiedlichen Erfahrungen machten jedoch die Geschichte des Lebens aus. Das echte Leben ist anders als Social Media. Anders als Storys auf Instagram verschwänden die Erlebnisse der Ausbildungszeit nicht nach 24 Stunden – viele blieben ein Leben lang in Erinnerung. Zeis ermutigte die Absolventen, ihre eigene Geschichte nicht nur als Zuschauer zu verfolgen, sondern sie aktiv selbst zu gestalten. Stadträtin Manuela Nemela wies darauf hin, dass die Absolventen nun verantwortungsvolle Aufgaben übernähmen. Dazu gehöre nicht nur die Begleitung von Patienten mit Schmerzen, sondern auch die fortschreitende Digitalisierung. Josef Reff, stellvertretender Landrat, machte deutlich, dass lebenslanges Lernen unumgänglich sei. Der erfolgreiche Abschluss sei ein Türöffner, Lernen sei wie „Rudern gegen den Strom“, aber ohne Rudern würde man abtreiben. Glückwünsche der Regierung von Niederbayern überbrachte Regierungsschuldirektor Roland Ilg. Er betonte, dass die Schulaufsicht die Schulen nach Kräften unterstütze und begleite, damit gute Ausbildung gelingen könne. Den Absolventen wünschte er Erfüllung im Beruf, Empathie für ihre Patienten und freundliche Mitstreiter als Wegbegleiter. Martin Breckner, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes, gratulierte den Abschlussschülern, ebenso wie Elisabeth Emslander. Die Vertreterin des zahnärztlichen Bezirksverbandes und Vorsitzende des Prüfungsausschusses für zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) stellte die Teamarbeit mit Kollegen in den Vordergrund. Neben einer fundierten Ausbildung seien Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen wichtige Fähigkeiten. Zu einer ZFA mit Herz reiften die Absolventinnen, wenn der schöne Spruch gelte: „Tue, was du liebst und liebe, was du tust.“ Schülersprecherin Magdalena Ritt betonte, dass ein Beruf weit mehr sei als nur ein Arbeitsplatz. Sie gratulierte den Absolventen und wünschte Glück, Gesundheit und Erfolg im neuen Lebensabschnitt. Im Rahmen der Feierstunde wurden mit Ulrike Schröpfer und Henryka Zembik zwei langjährige Abrechnungslehrkräfte aus dem Schuldienst verabschiedet. Beide nebenberufliche Kolleginnen haben viele Jahre im Gesundheitsbereich unterrichtet. Bei der Ehrung der Besten ging der Preis des Fördervereins an Sarah Leitl (MFA) und die beiden Buchpreise an Vanessa Lippe (ZFA) und Rebecca Nolewajka (ZFA). Den Staatspreis erhielt Verena Decker (PKA). Für die beste Kammerprüfung bekam Sarah Leitl (MFA) auch noch den Preis des ärztlichen Kreisverbandes. Bei den zahnmedizinischen Fachangestellten wurden Jelena Blasevic, Emma Eder und Jessica Helf für herausragende Leistungen geehrt. Zudem erhielten zehn Absolventinnen der Berufsschule 2 mit einer Berufsschulabschlussnote von 1,50 oder besser eine Staatspreisurkunde. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band WinTaStad, die das Programm während der Feier umrahmte.


Elke Sterz
Fachbetreuerin Gesundheit II

Auszeichnung für die besten Schülerinnen

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